Euthanasie im Nationalsozialismus

Vor 80 Jahren begann in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb die Ermordung von Menschen mit Behinderung. Zwischen Februar und Dezember 1940 wurden dort 10.654 Männer, Frauen und Kinder ermordet. Es war der Beginn der NS-Euthanasie-Verbrechen. Heute ist das Gedenken an dieses unmenschliche Kapitel deutscher Geschichte wichtiger denn je. Denn es erinnert uns an unsere Verantwortung für das Leben, für jedes Leben. Wir wissen, dass Menschen mit Behinderung das Leben reicher machen. Vielfalt, Teilhabe und Inklusion sind keine Worthülsen sondern Werte an sich. Es sind unsere Werte. Daran wollen wir mit dieser Veranstaltung erinnern.

23. Oktober bis 26. November 2021 in der Kilianskirche Heilbronn.


Bitte denken Sie daran: Wir haben die Ausstellung und Veranstaltungen gut geplant und sind bereit. Aber wir wissen nicht, wie die Pandemie-Situation im Veranstaltungszeitraum ist und welche Verordnungen und Infektionsschutzregeln gelten. Selbst eine kurzfristige Absage können wir nicht ausschließen. Schauen Sie also am besten vor Ihrem Besuch nochmal auf unsere Webseite.

Programm

Wanderausstellung

Dokumentationszentrum Grafeneck

Auf 28 Ausstellungstafeln angeordnet in vier Themeninseln wird das unbeschreibliche Verbrechen in Worte und Bilder gefasst.

31. Oktober bis 26. November 2021 | Mo-So | 10 - 17 Uhr

www.gedenkstaette-grafeneck.de

Theater

Theatergruppe La Luna

„Komm, schöner Tod!“

Die Theatergruppe „La Lune“ setzt sich in diesem dokumentarischen Stück mit Gerda Metzger auseinander, einem Mädchen, das nur drei Jahre alt wurde und der Kindereuthanasie in Stuttgart zum Opfer fi el. Das Stück wirft Fragen auf, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben.

10. November um 18 Uhr

www.theaterlalunestuttgart.de

Erzählung

Peter Wanner

Klara Holwein – eine Heilbronnerin

Der Historiker Peter Wanner erzählt die Lebensgeschichte seiner Heilbronner Großtante.

10. November um 18 Uhr

www.p-wanner.de

Gottesdienst zum Buß- und Bettag

Pfarrer Frank Stefan

Vorsitzender Bundesverband evangelische Behindertenhilfe und Vorstand Diakonie Kehl-Kork.

17. November um 17 Uhr

Vortrag

Prof. Dr. Hans-Jürgen Luderer

Aktion T4 aus Sicht des Klinikum am Weissenhof, Weinsberg

Von der damaligen Zentraldienststelle T4 in Berlin wurde die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen geleitet. Was in Berlin entschieden wurde, hatte auch auf Weinsberg schwerwiegende Auswirkungen. (Prof. Dr. Hans-Jürgen Luderer ist ehemaliger Chefarzt des Klinikums am Weissenhof, Zentrum für Psychiatrie Weinsberg.)

24. November um 18 Uhr