Erfahrungsbericht

FSJ in Lichtenstern

Heike Braun hat in einer Lichtensterner Wohngruppe ein Diakonisches Jahr gemacht. Hier spricht sie über ihre Erfahrungen in dieser Zeit:

Ich kenne Lichtenstern selbst schon, seit ich Konfirmandin war. Damals konnte ich es mir nicht vorstellen, einmal in Lichtenstern zu arbeiten. Als wir hier oben waren, hatte ich richtig Angst vor behinderten Menschen, oder eigentlich war’s eher Unsicherheit als Angst.

Hier betreue ich die Bewohner in meiner Wohngruppe, gestalte den Tagesablauf mit vom Wecken angefangen, übers Frühstücken, Zähneputzen, in die Werkstatt begleiten. Dazu kommen noch die ganzen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie putzen, Wäsche sortieren.

Lichtenstern, das ist richtige Arbeit für mich, aber Arbeit, die Spaß macht. Es ist kein Zwang hier her zu gehen, ich komme gerne her. Aber ich habe auch gerne Feierabend.

Das Besondere an Lichtenstern: Dass hier behinderte Menschen ein Zuhause bekommen,  ein schönes Zuhause. Jeder Tag ist für mich ein besonderes Erlebnis, weil die Menschen jeden Tag anders drauf sind.

Wünschen würde ich mir mehr Mitarbeiter und dadurch noch mehr Angebote für die  Bewohner selber. Die Anleitung und Begleitung in der Wohngruppe ist ganz toll. Ich habe eine lange Einlernphase gehabt und alle stehen für meine Fragen offen. Die Treffen für  Zivis, Helferinnen im FSJ und Vorpraktikantinnen finde ich gut, weil man da mehr über Lichtenstern insgesamt erfährt: Wir waren zum Beispiel in der Werkstatt und haben verschiedene Wohngruppen angeguckt.

Nach diesem Jahr hier möchte ich eine Ausbildung zur Logopädin machen. Ich warte jetzt auf eine Zusage von einer staatlichen Schule. Ein Grund fürs FSJ war für mich auch, dass ich da dann besser genommen werde.

So ein Freiwilliges Soziales Jahr würde ich jedem empfehlen, der wie ich dreizehn Jahre in der Schule war und der nicht genau weiß, was er oder sie will.

An meinem Berufswunsch hat die Arbeit in Lichtenstern nichts geändert. Ich wusste von Anfang an, was ich will. Aber mein Selbstbewusstsein ist gestärkt worden: Das Gefühl,  gebraucht zu werden, dass es Menschen gibt, die sich freuen, wenn man in die Gruppe kommt, ein strahlendes Gesicht, das einen empfängt, das ist einfach schön.


Nico  Neu

Nico Neu

Personalabteilung
Im Klosterhof 10
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