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06.08.2010

Teamarbeit am Außenarbeitsplatz

 

Teamarbeit am Außenarbeitsplatz

In Obersulm-Willsbach arbeiten Beschäftigte der Lichtensterner Werkstätten beim Kunden Würth-ORSY Mobil vor Ort. Eigentlich sollte das inzwischen normal sein. Immerhin beinhaltet die im vergangenen Jahr auch vom Deutschen Bundestag ratifizierte Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auch am Arbeitsleben.

Noch ist eine solch enge Zusammenarbeit etwas Außergewöhnliches. Würth-Manager Martin Schäfer betont: „Die Leute sind fest in unser Unternehmen integriert“. An zwei bis drei Tagen in der Woche kommen vier bis sechs Beschäftigte mit einem Anleiter vor Ort. Dort montieren sie zum Teil gemeinsam mit Mitarbeitern von Würth-Orsy Blechteile für Fahrzeuginneneinrichtungen. Die Teile müssen sorgfältig verschraubt werden. „Das ist gar nicht so einfach“, weiß Lichtenstern-Projektleiter Karl Schmeißer. „Aber die Leute sind unheimlich motiviert.“

Schon seit 2002 bearbeiten die Lichtensterner Werkstätten Aufträge für ORSY mobil. 2008 begann man mit den Außenarbeitsplätzen, also mit der Montage vor Ort bei ORSYmobil . Anfänglich wurden Zweite-Wahl-Module zusammengeschraubt, mittlerweile aber „erzeugen wir hier hochwertige Module, die Teil des ganz normalen Produktionskreislaufs sind", betont Betriebsleiter Wolf. Die Anforderungen bezüglich Qualität und Termintreue, die er hierbei an die Lichtensterner stellt, entsprechen den Anforderungen, die auch für die übrigen Dienstleister gelten. Dass man nun das Projekt ausbauen will ist eine große Bestätigung für die Menschen mit Behinderung.

Die Leiterin der Evangelischen Stiftung Lichtenstern, Sybille Leiß, war bei einem Besuch der Außenarbeitsplätze begeistert von der Selbstverständlichkeit, mit der die Zusammenarbeit funktioniert. Sie sieht den Künzelsauer Konzern Würth hier in einer Vorreiterrolle und wünscht sich viele Nachahmer.

  


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