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17.06.2010

Baubeginn mit Baggerbiss bei Wohnangebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf der Evangelischen Stiftung Lichtenstern in Eppingen

 

Baggerbiss zum Baubeginn

Der Tatsache Rechnung tragend, dass heutige Baugruben nicht mehr mit Spaten, Hacke und Schaufel ausgehoben werden, begannen die Bauarbeiten für ein neues Wohnangebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf in Eppingen mit einem „Baggerbiss“.  Oberbürgermeister Klaus Holaschke bediente die Baggerhebel, einen weiteren Baggerbiss tätigte Tim Walz, einer der künftigen Bewohner des neuen Hauses. Apartments für Menschen mit geistiger Behinderung entstehen nun in der Orchideenstraße, direkt gegenüber vom Haus Schelmenrain, das ebenfalls ein Wohnangebot der Evangelischen Stiftung Lichtenstern ist.

Der neue Bau wird im Rahmen eines sogenannten Bauherrenmodells erstellt. Die Stiftung mietet die Räumlichkeiten nach Erstellung von Architekt und Bauherr Karl-Peter Ehehalt und seiner Ehefrau Karin „Wir sind froh, dass die Firmen Wanielik und Baumann heute das Vorhaben beginnen können und danken für die Unterstützung der Stadt Eppingen beim Genehmigungsverfahren“, hob Architekt Ehehalt in seiner Begrüßungsrede hervor. Sein Dank galt außerdem der Lebenshilfe Eppingen, die federführend bei den Planungen mit dabei war und durch ihren Vorsitzenden Friedhelm May auch den  Anstoß für dieses Projekt gegeben hatte. „Jetzt geht es in die zweite Phase: vom Plan zur Realisierung“, freute sich  Stiftungsleiterin Sybille Leiß in ihrem Grußwort. Sie wünschte den Handwerkern einen guten Bauverlauf und dem Haus ein lebendiges Miteinander von Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden und Lebenshilfe Eppingen.

Für die Stadt Eppingen seien dieses neue Haus und das benachbarte Haus am Schelmenrain sehr wichtig, betonte Oberbürgermeister Klaus Holaschke in seinem Gruß. Integration und Miteinander seien hier heute schon erlebbar. „Der Bedarf an weiteren Wohnangeboten dieser Art ist in Eppingen vorhanden. Wir freuen uns daher sehr, dass die Bauarbeiten heute beginnen“ meinte er abschließend.

Ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung möchte  die Evangelische Stiftung Lichtenstern hier anbieten. Die bisher übliche Personalausstattung im Ambulant Betreuten Wohnen wird für den vorgesehenen Personenkreis nicht immer ausreichend sein. Eine höhere Präsenz von Fachkräften und Hilfspersonal wird für jeden Klienten individuell definiert werden. Mit den Kostenträgern wurden Rahmenbedingungen entwickelt, die diese passgenauen Hilfen ermöglichen.

Das Angebot schließt damit eine Lücke für Menschen mit geistiger Behinderung, die  derzeit stationär betreut werden und mit einem Wechsel ins klassische ambulante Einzel- oder Paarwohnen noch überfordert wären.

 


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